Kein Erfolg bei der Bundesliga-Prämiere

SG Weilimdorf vs. KV Riegelsberg 5:21

07.09.2026
Ringen

Bis zu vier ausländische, oft hochkarätige Topringer dürfen die Vereine in der Ringer-Bundesliga auf die Matte schicken. Dass die Weilimdorfer bei ihrem historischen Bundesliga-Debüt auf diese Möglichkeit verzichten würden, war jedoch schon vorher klar. Zu sehr widerspräche ein solcher Weg der eigenen Philosophie, vor allem jungen Ringern aus den eigenen Reihen Verantwortung zu geben. Und auch finanziell ist ein Wettrüsten mit den etablierten Bundesligisten kaum darstellbar. So standen mit den Ungarn Karoly Barath und Csaba Vida die bekannten Gesichter im Aufgebot. Beide mussten an diesem Abend allerdings Niederlagen hinnehmen. Besonders bei Vida wirkte das Ergebnis zunächst überraschend, schließlich hatte er sieben Jahre lang jeden Kampf im Weilimdorfer Trikot gewonnen. Doch Oberliga und Regionalliga sind das eine, die Bundesliga das andere: Gegen den starken Letten Ivars Samusonoks wurde deutlich, wie hoch das Niveau in der neuen Liga tatsächlich ist.

Als die Anzeigetafel zur Pause ein klares 0:14 aus Weilimdorfer Sicht zeigte, war die Begegnung gegen den KV Riegelsberg frühzeitig zu Gunsten der Gäste entschieden. Im zweiten Durchgang wurde es dann etwas erfreulicher: Anton Buchholz erkämpfte sich einen Punktsieg, Lukas Laible legte mit einem Sieg durch technische Überlegenheit nach. Zwei Ur-Weilimdorfer gaben den Fans damit in der ausverkauften Lindenbachhalle nochmal Anlass zum Jubeln.

Am Ende stand zwar eine deutliche 5:21-Niederlage auf dem Papier. In den meisten Begegnungen wurde allerdings klar, dass auch gegen starke Bundesligakonkurrenz Chancen vorhanden sind. Um diese künftig zu nutzen, müssen die Weilimdorfer Neulinge allerdings geschlossen an ihr Leistungsmaximum gehen, vielleicht sogar noch einen Schritt darüber hinaus. Am kommenden Samstag reist man auswärts zum ASV Hüttigweiler, am 19. September steht der nächste Heimkampf gegen den KSV Witten auf dem Programm.